Bücher über Menschen & Orcs


Inhaltsverzeichnis

  1. Folgen des Zweiten Krieges
  2. Jenseits des Dunklen Portals

Folgen des Zweiten Krieges

Nach dem verheerenden Zweiten Krieg gegen die Horde der Orcs hatten Schock und Demoralisierung die Allianz von Lordaeron fest im Griff. Die blutrünstigen Orcs hatten sich unter ihrem mächtigen Kriegshäuptling Orgrim Schicksalshammer nicht nur durch die Zwergenländer von Khaz Modan gekämpft und dabei eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, sondern obendrein viele der wichtigsten Provinzen von Lordaeron völlig zerstört. Es gelang den grausam wütenden Orcs sogar, das entlegene Elfenkönigreich Quel'Thalas zu verwüsten, bevor ihrem Rasen endlich Einhalt geboten werden konnte.

 

Die Armeen der Allianz unter Führung von Sire Anduin Lothar, Uther Lichtbringer und Admiral Daelin Prachtmeer drängten die Orcs nach Süden in das verwüstete Land Azeroth - das erste Königreich, das dem gnadenlosen Ansturm der Orcs zum Opfer fiel.

 

Den Streitkräften der Allianz gelang es unter Sire Lothar, Schicksalshammers Klans aus Lordaeron zu vertreiben und in das von den Orcs beherrschte Land Azeroth zurückzudrängen. Lothars Streitkräfte umzingelten die Schwarzfelsspitze, die vulkanische Zitadelle der Orcs, und belagerten die Verteidiger.

 

In einem letzten Aufbäumen befahlen Schicksalshammer und seine Offiziere einen tollkühnen Ausbruch aus der Zitadelle. Mitten auf der Brennenden Steppe entflammte dann die Schlacht, als sie auf Lothars Paladine trafen. Schicksalshammer und Lothar lieferten sich einen titanischen Zweikampf, nach dem die beiden mächtigen Krieger erschöpft und verwundet darniedersanken. Mit knapper Not gelang es Schicksalshammer, Lothar zu besiegen, doch der Tod des großen Helden hatte nicht die Wirkung, die sich der Kriegshäuptling erhofft hatte.

 

Turalyon, Lothars engster Vertrauter unter den Offizieren, hob Lothars blutbefleckten Schild auf und scharte seine von Trauer geschüttelten Brüder zu einem erbitterten Gegenangriff um sich. Unter den zerfetzten Standarten von Lordaeron und Azeroth schlugen Turalyons Truppen das Gros von Schicksalshammers verbliebener Streitmacht in einer ruhmreichen, aber schrecklichen Schlacht.

 

Den verwundeten, versprengten Überlebenden der Orcs blieb nichts anderes übrig, als zur letzten Bastion der Orcmacht zu fliehen – dem Dunklen Portal.

 

Turalyon und seine Krieger jagten die verbliebenen Orcs durch die verpesteten Sümpfe des Elends in die Verwüsteten Lande, wo das Dunkle Portal stand. Und dort, am Fuße des kolossalen Portals, trugen die dezimierte Horde und die unerbittliche Allianz die letzte und blutigste Schlacht des Zweiten Krieges aus.

 

Die zahlenmäßig unterlegenen und vom Fluch ihres Kampfrauschs geblendeten Orcs fielen zwangsläufig der Wut der Allianz zum Opfer. Schicksalshammer wurde gefangen genommen und nach Lordaeron gebracht, derweil man seine versprengten Klans zusammentrieb und nach Norden jagte - zurück nach Lordaeron.


Jenseits des Dunklen Portals

Nur wenige Monate nach der Vollendung von Nethergarde fügten sich die Energien des Dunklen Portals zusammen und öffneten ein neues Tor nach Draenor. Die verbliebenen Orcklans stürmten unter der Führung des großen Schamanenältesten Ner'zhul abermals nach Azeroth.

 

Sie wollten einige magische Artefakte stehlen, die Ner'zhuls Macht noch vergrößern sollten, und schmiedeten den Plan, neue Portale in Draenor zu öffnen, um ihrer todgeweihten roten Welt für immer entfliehen zu können.

 

König Terenas von Lordaeron schickte seine Armeen in der Überzeugung, dass Ner'zhul eine neue Offensive gegen die Allianz plante, nach Draenor, um die Bedrohung durch die Orcs ein für alle Mal zu beenden. Unter Führung von Khadgar und General Turalyon kam es überall in der brennenden Landschaft zu schweren Zusammenstößen zwischen den Streitkräften der Allianz und den Orcs. Doch nicht einmal mit Unterstützung der Elfenwaldläuferin Alleria, des Zwergs Kurdran und des Soldatenveteranen Danath konnte Khadgar verhindern, dass Ner'zhul Portale zu anderen Welten öffnete.

 

Die ungeheuren, von den konvergierenden Energien der Portale ausgelösten magischen Stürme begannen, die verwüstete Welt auseinander zu reißen. Ner'zhul gelang in Begleitung seiner treuesten Anhänger die Flucht durch eines der Portale, während Khadgar sich verzweifelt bemühte, seine Kameraden nach Azeroth zurückzubringen. Obschon ihnen bewusst war, dass sie dann auf der sterbenden Welt gefangen wären, fassten Khadgar und seine Kameraden den selbstlosen Entschluss, das Dunkle Portal zu zerstören, damit Azeroth durch die brutale Vernichtung von Draenor keinen Schaden nehmen sollte.

 

Wie es scheint, konnten die Helden das Portal zerstören und Azeroth retten - doch bleibt abzuwarten, ob sie dem Todeskampf von Draenor zu entkommen vermochten oder nicht.