Draenei


Die Draenei erblickten mit Einführung der Erweiterung "The Burning Crusade" das Licht der World of Warcraft und sind seitdem ein sehr begehrtes Volk unter den Spielern.

 

Kurzzusammenfassung der Geschichte der Draenei

 

Draenei blicken auf eine jahrtausende alte Geschichte zurück, welche voller Leid geprägt ist. Ursprünglich wurden Draenei als Eredar bezeichnet. Die Eredar sind das ursprüngliche Volk, aus welchem die Draenei hervorgingen.

 

Sie lebten auf ihrer Heimatwelt Argus. Die Eredar waren friedlich und magiebegabt. Die Führung des Volkes setzte sich aus drei Eredar zusammen: Archimonde, Kil'jaeden und Velen. In seinen Bemühungen das Universum grundlegend neu zu formen, wurde der dunkle Titan Sargeras eines Tages auf Argus aufmerksam. Er erkannte das Potential im Volk der Eredar, weswegen er sich nicht mit einer einfachen Vernichtung des Volkes zufrieden gab.

 

Stattdessen versprach Sargeras den drei Anführern der Eredar Macht jenseits ihrer Vorstellungskraft und verlangte dafür bedingungslose Gefolgsschafft beim Feldzug zur Neuerschaffung des Universums. Kil'jaeden und Archimonde akzeptierten das "Geschenk der Macht", nur Velen lehnte das Angebot ab.

 

Als weißer Anführer war Velen mit der Fähigkeit des Sehens gesegnet. Diese Fähigkeit ermöglichte ihm eine Vision durch den Naaru (Wesen aus reinem Licht) K'ure, in welcher ihm das schreckliche Schicksal seines Volkes offenbart wurde, welches von Sargeras geplant war.

 

Sargeras sah vor, die Eredar in Man'ari zu verwandeln. Man'ari sind finstere Dämonen, welche Zerrbilder ihres früheren Selbst verkörpern. Stattdessen versprach Sargeras den Eredar jedoch nur den "Aufstieg zu höheren Wesen".

 

Velen gelang es nicht Kil'jaeden und Archimonde von der Wahrheit seiner Vision zu überzeugen, woraufhin sich Verzweiflung in Velen breit machte. K'ure erschien Velen während des Gebets und versprach diesem Rettung.

 

K'ure forderte Velen auf die noch nicht vom Einfluss Sargeras' durchdrungenen Teile der Bevölkerung zum höchsten Berg Argus' zu führen. Velen befolgte die Anweisung unter der Verfolgung von bereits erschaffenen Man'ari. Auf dem Berg erwartete die Überlebenden Eredar ein fantastisches Raumschiff mit dem Names Genedar, K'ures Raumschiff.

 

Kil'jaeden betrachtete Velens Flucht als Verrat und schwor sich auf eine ewige Jagd auf die verbliebenen Reste der Eredar ein, bis auch der letzte vernichtet wäre. Archimonde und Kil'jaeden wurden zu den hochrangigsten Generälen in Sargeras Legion.

 

Argus war vollständig verloren, der Groteil der Eredar korrumpiert oder zu Man'ari verwandelt. Die wenigen geflohenen Eredar nannten sich fortan Draenei. In der Sprache der Eredar, in Eredun, bedeutet dies "Die Heimatlosen".

 

Die Draenei flohen viele Jahrtausende lang vor Archimonde und Kil'jaden quer durch den Kosmos. Unzählige Welten wurden bei dieser Jagd von der Legion verschlungen. Die Naaru und die Draenei verstärkten ihr enges Band während dieser Zeit immer weiter. Die Draenei wurden mit der Gabe der Naaru gesegnet und der Glaube an das Heilige Licht wurde zum zentralen Merkmal der Draenei.

 

Die Draenei wurden zu erbitterten Verfechtern des heiligen Lichts, sie schworen das Heilige Licht und sie selbstlosen Ideale der Naaru zu ehren. Der Plan wurde gefasst, eines Tages eine Armee des Lichts aufzustellen, welche der Legion endgültig die Stirn bieten kann und somit die Draenei zur Erlösung führt.

 

Eines Tages erreichten die Draenei einen bewohnbaren Planeten und nannten ihn Draenor, die "Zuflucht der Heimatlosen". Für eine Weile schien die ewige Verfolgung der Legion gebrochen und im Stillen versuchten die Draenei einen Wiederaufbau ihrer Gesellschaft. Dabei schwebte stets die Angst einer Entdeckung der Draenei durch die Legion über ihnen.

 

Daher waren die Draenei darauf bedacht, ihre magischen Begabungen verborgen zu halten. Auf Draenor lebten auch andere Völker, unter anderem die Orcs. Zu diesem Zeitpunkt braunhäutig und tief im Schamanismus verwurzelt. Es herrschte Frieden zwischen beiden Völkerns, aber kaum Kontakt.

 

Eines Tages brach der Frieden. Kil'jaeden entdeckte Draenor und korrumpierte das schamanistische Orcvolk, von welchem er fasziniert war. Als Marionette für dieses vorhaben benutzte er Ner'zhul und später dessen Lehrling, Gul'dan.

 

Kil'jaeden täuschte die Orcs durch das Auftreten als Orc-Ahne. Nach und nach entfernten sich die schamanistischen Orcs von den Elementen und ersetzten sie durch dunkel Teufelsmagie und andere dämonische Kräfte. Zunehmend durchfloss ein Blutrausch die einst friedlebenden Orcs und Kil'jaeden wusste diesen Hass nur zu gut auf die nichtsahnenden Draenei zu richten.

 

Über acht Jahre metzelten die verdorbenen Orcs die Draenei nieder. Fast die gesamte Bevölkerung der Draenei wurde dabei ausgelöscht. Lediglich rund 20 % der Bevölkerung überlebten, es herrschte Chaos und Leid, viele Draenei wurden von ihren Gefährten getrennt und in entlegenste und oft tötliche Gebiete verdrieben.

 

Gul'dan formte einen Schattenrat, eine Art innerer Zirkel der neuen verdorbenen Orcs.Gefangene Draenei wurden missbraucht und gefoltert. Viele Draenei wurden für widerliche Experimente verwendet

 

Ebenso benutze er gefangen genommene Draenei für Experimente. Viele Draeneifrauen wurden gezielt vergewaltigt, zum einen als Kriegstrophäre für Orcgrunzer, zum anderen um die so gezeugten Kinder magisch altern zu lassen. Auf diesem Weg wurde Garona gezeugt, halb Orcin, halb Draenei und eine populäre Figur der späteren Geschichtsschreibung der World of Warcraft. Viele Draenei wurden mit roten Gift- bzw. Teufelsdämpfen durchdrungen, als sie gegen die Hexer des Schattenrates kämpften, was zu schwerwiegenden Spätfolgen führte. Einigen Draenei gelang unter Führung Velens die Flucht in die Zangarmarshen.

 

Die wenigen Überlebenden Draenei versteckten sich fortan, die siegreichen Orcs begannen mit der Errichtung eines dunklen Portals. Nach Jahren drang jedoch die  Allianz durch das Portal, bekämpfte dir Orcs und schloss schließlich das Portal. Der Hexenmeister Ner'zhul, durch den Machthunger zunehmend den Verstand verlierenden begann mit der Öffnung unzähliger neuer Portale, was Draenor in Stücke riss. Draenor sollte von diesem Zeitpunkt an als Scherbenwelt bekannt sein.

 

Das einst blühende Draenor war damit in weiten Teilen nicht länger existent und von Dämonen der Legion sowie den korrumpierten Orcs besetzt. Und die Draenei harrten weiter im Schatten aus. So verging die Zeit bis Illidan Stormrage in die Scherbenwelt kam und sie für sich beanspruchte.

 

Illidan eroberte mit den Blutelfen die Festung der Stürme im Nethersturm, in Wahrheit keine Festung sondern ein weiteres riesiges Raumschiff der Naaru mit vier kleineren Begleitschiffen. Die Draenei sahen in einem dieser Begleitschiffe, der Exodar, ihre Chance zur Flucht. Velen und der erste Schamane der Draenei, Nobundo eroberten die Exodar und begannen die Flucht.

 

Da sich aber noch immer Blutelfen an Bord der Exodar befanden und diese den Plan der Draenei durchschauten, sobotierten diese den Dimensionsantrieb des Schiffes. Bei der Aktivierung wurde die Exodar unkontrollierbar durch den Kosmos geschleudert, bis sie schließlich auf der Azurmythosinsel in Azeroth aufschlug, nahe des großen Baums Teldrassil, Heimat der Nachtelfen. Erneut starben viele Draenei oder wurden verletzt.

 

Die Nachtelfen waren es auch schließlich, welche den ersten Kontakt mit den Draenei aufnahmen, ein Bündnis wurde geschmiedet und damit waren die Draenei fortan ein Bestandteil der Allianz und kämpften an deren Seite.

 

Kil'jaeden unternahm den Versuch nach Azeroth zu gelangen, in dem er die Blutelfen unter der Führung von Kael'thas benutzte um die Energien des Sonnenbrunnens für seine Heraufbeschwörung zu verwenden. Doch der Versuch scheiterte, da er durch einen Zusammenschluss verschiedener Helden Azeroth, den blauen Drachenschwarm und die Offensive der zerschmetterten Sonne aufgehalten wurde.

 

Nach dem Triumph über Kil'jaeden läuterte Velen den besudelten Sonnenbrunnen durch einen Funken reinen Lichtes eines Naarus. Dieser wurde zuvor auf der Festung der Stürme von den Blutelfen gefangen gehalten und missbraucht durch das Enziehen seiner Lichtenergie. Überwältigt von der Macht des reinen Lichtes fanden die Blutelfen zum wahren Glauben an das heilige LIcht zurück.

 

In der Erweiterung "Warlords of Draenor" eröffnet sich ein Zeitfenster hin zu dem Zeitpunkt, an welchem die Orcs auf Draenor gerade im Inbegriff sind von Kil'jaeden korrumpiert zu werden und die Geschichte der Draenei steht erneut an einem Wendepunkt, welcher vom Ausgang des Konfliktes mit der eisernen Horde und Gul'dan abhängt...


Die Zerschlagenen

Neben den wenigen überlebenden Draenei auf Azeroth gibt es noch weitere deformierte Draenei, welche als "Zerschlagene" bezeichnet werden. Es sind jene Draenei, welche im achtjährigen Krieg auf Draenor gegen die Orcs in Berührung mit den teuflischen roten Gaswolken kamen und in der Folge degenerierten. Sie wurden von den anderen Draenei ausgeschlossen aus Angst vor einem Übergreifen der Degeneration.

 

Der größte Stamm der Zerschlagenen ist der Stamm der Aschezungen unter Führung Akamas, welcher in The Burning Crusade dabei hilft, Illidan Stormrage zur Strecke zu bringen und den einst heiligen Tempel von Karabor (Schwarzer Tempel) zurückzuerobern.


Charakterisierung der Draenei

Die Hautfarbe der Draenei bildet in der Regel verschiedene Blautöne ab, von hellblau bis dunkel- und azurblau. Sie kann aber ebenso dunkel oder violett sein. Charakteristisch für die Draenei sind ebenso ihre Reißzähne. Ebenso wie ihre Haut ist Draeneiblut ebenfalls dunkelblau gefärbt. Wenn Draenei die ihnen innewohnenden Kräfte des Lichts aktivieren, so wird ein leuchtenes Mal vor ihrer Stirn sichtbar, die sogenannte Gabe der Naaru. Hier im Bild zu sehen.

 

Draenei sehen allgemein sehr vital aus, männliche Draenei dabei in der Regel eher kräftig und robust, weibliche Draenei eher elegant und schnell. Während männliche Draenei tentakelähnliche Fortsätze am Kinn besitzen, ist dies bei weiblichen Draenei nicht der Fall.

 

Eines der Charakteristischsten Merkmale der Draenei ist wohl ihr Schweif, bei weiblichen Draenei ist dieser sehr viel dünner als bei männlichen Draenei was durch die geringere Muskeldichte zu erklären ist. Außerdem besitzen Draenei Hufe und ein ausgeprägtes Hohlkreuz. Die Beine sind abgeknickt und bieten so eine größere Sprung- und Abstoßungskraft.


Draenei werden vermutlich unglaublich alt. Von Velen ist bekannt, dass er bereits 25.000 Jahre am Leben ist. Wie lange Draenei tatsächlich leben ist nicht eindeutig bekannt.

 

Draenei sind ein sehr edles Volk. In der Regel kämpfen sie bis zum Äußerten für das Heilige Licht und zur Wahrung des Guten in der Welt. Sie sind sehr solidarisch, aber auch sehr bedacht und geduldig. Letztlich varrieren die Charaktereigenschaften von Draenei zu Draenei, allen wohnt jedoch eine enge Bindung zum Licht und/oder dem Schamanismus inne.

 

Brutalität, Rache und Blutdurst gelten bei den Draenei als verachtet, was als bemerkenswert zu betrachten ist, in Anbetracht ihrer eigenen Geschichte. Es zeigt auch, dass Draenei ein sehr gutmütiges, aber auch stolzes und starkes Volk sind, welches schon deutlich mehr durchgestanden hat, als viele andere Völker und ebenso ein größeres Wissen über den Kosmos besitzt als viele anderen Völker.

 

Draenei bezeichnen ihre Elite-Paladine als Exarchen, Priester als Anachoret, Wachen als Friedensbewahrer, Schamanen als Scharfseher und Krieger sowie Paladine als Verteidiger.

 

Bei den Draenei sind Paladine, Priester, Krieger, Jäger, Magier, Schamanen, Todesritter und Mönche vertreten wobei Paladine, Priester und Jäger (vor allem Rangari als Elite-Einheit und Waldläufer der Draenei) den Großteil  darstellen dürften.

 

Krona ki cristorr! - Die Legion wird fallen!


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