Der Anfang


Mein Name ist Destpot viele kennen mich aus dem Forum in dem ich seit Jahren aktiv schreibe. Ich bin ein radikaler Orc und vertrete meine Meinung. Doch wie kam es dazu, dass ich so wurde, wie ich heute bin? Ich war nicht immer so „anti-allianz“. Ich zeige euch wie ich früher war. Als Frischling.

 

Der Hyjal blühte, wenn man nicht nach unten die Klippe hinunter sah und nicht wusste was bald geschehen würde, könnte man denken es wäre ein schöner Frühlingstag gewesen. Der Berg war schön doch was mich mehr interessierte war das er gut zu verteidigen war. Wir waren nicht zum Spaß hier, es war ernst …todernst und es ging nicht um uns, sondern um die Welt. Eine Ehre für jeden richtigen Hordler und unseren Verbündeten. Ich hätte voller Stolz lachend in die Schlacht ziehen sollen......aber ich hatte eine verdammte Scheißangst davor.

 

Die Legion, unser alter Feind, die Monster die uns versklavten, waren gekommen um diese Welt zu vernichten. Es war nicht unsere Welt doch wir lebten nun hier und würden sie mit unserem Blut verteidigen.

 

Ich saß mit meinen Brüdern am Feuer, wir hatten eine Grandiose Übersicht auf den Stützpunkt der Menschen und auch bei uns waren einige von ihnen. Sie waren gute Gegner gewesen und nun nützliche Verbündete. Es machte mich Stolz mit ihnen zu kämpfen. Wir hatten, von unserem Stützpunkt aus gesehen, eine mittlere Position in der Verteidigung. Um uns herum liefen Peons auf und ab und errichteten Verteidigungsanlagen während Grunzer Gräben aushoben und Minen legten. Wir würden sie nicht durchkommen lassen, oder sie zumindest solange aufhalten wie wir konnten.

 

Ich war von dem Baudienst entbunden, da ich Pfeile schnitzte. Eine der eher unbefriedigenden Aufgaben als Jäger, als verdammt guter Jäger....wie ich finde. Mir gegenüber saß, mit starrem Blick auf das Feuer gerichtet, Granock, ein guter Freund von mir und junger Schamane und sprach im Geiste mit den Elementen. Er griff zu einem Stück Holz und begann zu schnitzen.

 

Ich habe Schamanen nie ganz verstanden. Natürlich sie waren ein wichtiger Teil der orcischen Kultur und mächtig, aber sie waren mir immer etwas suspekt, weil sie Mächte nutzen konnten die, wenn sie entfesselt waren, alles niederreißen konnten.

 

Ich verstand nicht, wie kleine Wesen wie wir diese mächtigen Elemente dazu überreden konnten für uns zu kämpfen. Spürten sie auch die Gefahr die diese Welt bedrohte? Halfen sie uns vielleicht sogar deswegen? Man hatte viel Zeit zum Nachdenken, wenn man kurz vor dem Weltuntergang stand.

 

Sein Bruder Gradok ging wie immer ungeduldig durch das Lager und um unser Feuer herum. Er war schon seit ich ihn kenne eher ungeduldig und aufbrausend, wurde jedoch von seinem älteren Bruder in seinem Temperament gezügelt wenn es sein musste.

 

Er war auch ein Schamane, jedoch hatte er sich mehr dem Kampf verschrieben und war an der Front ein Berserker. Ich seufzte und sah in den Himmel. Dunkle Wolken bildeten sich über dem Lager der Legion, so keimte in mir der Verdacht auf, dass sie bereit waren loszuschlagen, aber scheinbar mussten sie auf etwas warten. Nur was? Ich stand auf und ging durch die Verteidigungslinien. Ich stand auf und ging durch die Verteidigungslinien, so wie ich es schon seit der Verteidigung des Hyjals tat und fragte die Goblins und Grunzer, mit regelmäßiger Routine, wieso sie etwas an eine bestimmte Position legten. Ich Interessierte mich immer schon für die Technologie der Goblins und für Strategie, was mich somit zu einer Ausnahme meines Volkes machte, das sich lieber schnell in die Schlacht stürzte.

 

Dieser Kampf würde eine Probe für uns alle werden, das wussten wir. Ich blickte in jedes Gesicht meines Volkes und unserer Verbündeten und erkannte den Willen für ihr Überleben zu kämpfen. Jeder von uns war gewillt für den anderen zu sterben.

 

Ein Orc machte dies möglich, unser Kriegshäuptling Thrall der uns unsere Ehre, unsere Vergangenheit und unsere Zukunft wiedergab und sie für die Zukunft ebnete. Ich war stolz unter ihm dienen zu dürfen und würde ihn sicher nicht enttäuschen. Keiner von uns würde das tun.

 

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Schlaf war vor dieser Schlacht schwer zu finden. Jede Nacht war es anstrengender die Augen zu schließen, die Gedanken schossen mir durch den Kopf. Wie stark waren sie? Waren wir zu wenig? Waren wir zu schwach? War ich zu schwach? Hatten wir gegen diese Armee überhaupt eine Chance zu gewinnen und wenn ja, wie würde es weiter gehen? All diese Fragen hielten mich wach während ich um mich herum meine Brüder schnarchen hörte, vor allem das Schnarchen von Gradok war von bemerkenswerter Lautstärke. Hätte die Legion jetzt angegriffen, hätte niemand etwas mitbekommen. Ich musste schmunzeln und drehte mich auf den Rücken. Der Himmel war von Sternen übersät und hell. Die Nacht war klar und wolkenlos. Nur über den Gebieten die die Legion schon besetzt hatte waren Gewitterwolken zu sehen aus denen grüne Blitze schlugen. Sie waren von bedrohlicher Schönheit. Sie standen symbolisch für unser Verderben, das Verderben meines Volkes.

 

Während ich über alles nachdachte, fiel ich langsam in einen unruhigen Schlaf, der mir einen äußerst eigenartigen Traum bescherter. Der Himmel zog schneller über mich hinweg, als er in ruhiger Position sollte. Ich versuchte mich umzudrehen, doch hinter mir war nichts. Mir war als schwebte ich über einem Gebiet, welches dem ähnlich sah indem wir kürzlich landeten.

 

Menschen strömten aus ihren Schiffen heraus an den Strand. In ihren Händen Flaggen, auf denen ein Anker zu erkennen war. Die Situation war grotesk und befremdlich. Nie zuvor erblickte ich solche Schiffe.

 

Als sie anlandeten, erspähten sie ein paar Orcs und Trolle, die das Geschehen beobachteten, und rannten auf sie zu. Es war das Letzte, was sie taten. Sie wurden gnadenlos wie Vieh niedergemetzelt.

 

Die Szene verschwamm vor meinem geistigen Auge und ich sah das trockene Land durch das wir gezogen waren. Dort begaben sich Menschen in Formation und marschierten auf eine Art Siedlung zu. Sie plünderten und brandschatzten und richteten unter den Bewohnern ein Blutbad an. Sie steckten die Behausungen in Brand. Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als ich sah, wie einer der Orcs eine Soldatin enthauptete und ihren Kopf mit einem gellenden Schrei gen Himmel hielt. Mir war, als würde er mich direkt ansehen.

 

Erneut wechselte das Traumgebilde und ich sah Orcs, Tauren, Trolle und Oger in eine Stadt der Menschen strömen, alles tötend was sich ihnen in den Weg stellte. Doch brannten sie nichts nieder, noch legten sie Hand an die Zivilbevölkerung. An vorderster Front, blutbeschmiert und lachend, sah ich erneut jenen einen Orc, aus der ersten Schlacht. Er hatte ein Glühen in den Augen, das mir bekannt vorkam. Ein großgewachsener Mensch stellte sich ihnen in den Weg. Stolz und Würde glänzte in seinen Augen und doch schlich sich auch Trauer ein.

 

Der Himmel färbte sich grün, als ich verwundert meinen Blick schweifen ließ. Schon wieder erblickte ich eine völlig andere Welt. Sie war gebrochen, das Land zerklüftet und tot. Ein dämonisches Glühen, legte sich wie ein verderbtes Tuch auf die Landschaft, ein Vulkan stieg aus der Mitte empor und Höllenbestien schlugen unablässig vom Himmel aus in den Grund.

 

Wieder sah ich eine Schlacht toben, die sich über einen großen Teil des sichtbaren Landes erstreckte und vor einer kleinen hölzernen Festung seinen Höhepunkt fand. Was sollten mir die Bilder sagen?

 

Mir wurde schlagartig kalt. Ein gefrorener Kontinent erstreckte sich vor mir und ich sah in eine Schlucht die mit Horden von Skeletten gefüllt war. Mein Blut gefror, als mein Blick sich auf die Tore und Befestigungen richtete, welche die Schlucht unterteilten. Doch nichts zog mich so sehr in den Bann, als der Anblick der riesigen schwarzen Zitadelle, die sich bedrohlich in den Himmel zu bohren schien.

 

An einem der Tore tobte eine gewaltige Schlacht. Menschen in einer weißen Rüstung kämpfen zusammen mit Mitgliedern der Horde. Zwei jedoch wurden von ihren Kameraden abgeschnitten und standen weiter entfernt zu den anderen. Etwas zog mich scheinbar zu ihnen und drängte meinen schwebenden Körper in diese Richtung.

 

Der Orc schlug ein Skelett nach dem anderen nieder doch ihr unablässiger Strom aus Knochen und Rüstungen brach nicht ab. Der Mensch, der sich bei näherem Hinsehen als Frau entpuppte und der Orc, waren schwer angeschlagen und verletzt. Offene Wunden ergossen ihr Blut und ließen ihre Angriffe immer schwerfälliger werden.

 

Der Orc blutete aus vielen Schnitten, in seiner Schulter steckte ein Messer und ein Pfeil hatte sich in seinen Oberschenkel gebohrt, doch noch immer schlachtete er lachend Skelett um Skelett ab. Er spuckte Blut und sein Atem schwebte in dichten Schwaden vor ihm, als er der Frau etwas zurief.

 

Wieder änderte sich die Szenerie und ich stand über dem Brachland. Dies erkannte ich schnell, denn hier hatten wir uns durchgeschlagen und den Tauren geholfen. Doch es sah anders aus. Ein Riss zog sich durch das Land und war teilweise mit dichtem Dschungel überzogen.

 

Unter mir war ein zerstörtes Dorf der Tauren, ihre Architektur war unverwechselbar. Rauch stieg auf und ich sah mehrere Krieger der Horde durch die Ruinen streifen, bis sie auf einen Berg von Leichen stießen. Zwei von ihnen, selbst Tauren, fielen auf die Knie. Ihr Anführer, ein Orc mit einer schweren und markanten Rüstung, ging in die Hocke und schien etwas in den Boden zu zeichnen.

 

Ein letztes mal änderte sich das Bild und ich schwebte über einer Stadt. Einer riesigen Stadt mit schwarzen Türmen und Zinnen. Etwas zerrte mich auf ihren Hauptplatz, der bis auf einen wundersamen Haufen, wie leergefegt zu sein schien. Ich kam näher heran und erkannte nun, was ich vorher für einen einfachen Haufen hielt. Leichen. Unmengen an Leichen. Erschrocken riss ich die Augen auf und versuchte vergeblich zu zählen doch es waren schlicht zu viele.

 

Hunderte, vielleicht Tausende tote Körper lagen aufeinander und auf ihrer Spitze saß ein Orc, dessen Körper über und über mit Blut getränkt war. Eine Narbe über dem Auge und der Wange zierte sein Gesicht. Er lächelte mich an. Ich starrte wieder auf den Berg der Toten, um zu sehen was es für Leichen waren. Mensche, Zwerge, Gnome und die Skelette, die ich gesehen hatte. Viele Dämonenkörper und andere verzerrte Gestalten die ich nicht kannte. Weiter oben erkannte ich auch Mitglieder der Horde, vor allem Trolle und Tauren.

 

Der Orc verschränkte die Hände und stand auf. Er sah mir in die Augen, sie schienen zu glühen und er sprach mit einer rauen Stimme“ Was hältst du davon?“ Ich war perplex und wie vor den Kopf gestoßen.

 

„Wer bist du?“ fragte ich. Er lachte laut. „ Einige würden mich ein Monster nennen, andere halten mich für ihren Anführer und wieder andere würden behaupten ich bin der Tod. Doch in Wahrheit bin ich nur ein Soldat. Nicht mehr und nicht weniger“ „ Hast du dieses Massaker angerichtet?“ erwiderte ich. „ Es ist mein Lebenswerk“ antwortet er in einem traurigen Tonfall.

 

Es rumpelte auf der Spitze und zwei Waffen fielen hinunter. Ein schwarzer Hammer und ein glänzendes Schwert. Ich sah den Hammer an. Ich kannte ihn.“ Nein!“ stammelte ich. Er hob ihn hoch und schwenkte ein wenig damit. „Eine gute Waffe. Vielleicht nicht die beste aber sie geht nicht kaputt.“ Prüfend sah er mich an.

 

„Aber eine Waffe von Verrätern der Horde, der wahren Horde“ brüllte er mir voller Wut entgegen. „DU BIST HIER DER VERRÄTER!“ Ich schlug nach ihm, doch er fing mich ab Seine Reaktionen waren einfach zu schnell. „Du wirst es schon verstehen, das musste ich tun.“ Keuchend fragte ich ihn „Wer bist du?“ Er sah mich an und lächelte, als er sein Gesicht zu einer widerlich blutverschmierten Grimasse verzog. „Wer ich bin?“. „Ich bin du!“ Meine Augen weiteten sich vor Entsetzen. „Nein! Das kann nicht wahr sein!“ hauchte ich, als ich schweißgebadet aufwachte und mich in meinem Bett aufrichtete.

 

Ich hörte ein Rascheln im Gebüsch und ich könnte schwören, dass ich spitze Ohren verschwinden sah. Der Traum war sofort wieder vergessen, so als hätte man mir meine Erinnerung sofort wieder aus dem Kopf gesaugt.Jahre später würde ich Erfahren das ich Recht hatte. War das nun nur ein Gespinst meiner Fantasie, oder ein Vorgeschmack auf das was kommen mag?

 

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Ich erhob meinen Kopf und sah, wie die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne durch das Fenster fielen. Ein untrügliches Anzeichen, dass es nicht mehr lange dauern konnte. Ich lächelte und erhob mich. Meine langen fettigen Haare hingen hinunter, mein Zopf war aufgegangen und hielt sie nun nicht mehr zusammen.

Trotz der brütenden Hitze außerhalb meines Gefängnisses, war meine von Moosen überzogene Zelle immer noch eiskalt und doch konnte mich all das nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bald soweit war und sie mich holen würden. Ich spürte Freude in meinem Inneren in Erwartung auf das Gespräch, denn ich wusste er würde mich nicht hinrichten lassen, egal wie sehr er auch den Anschein nach außen hin vertrat. Vieles konnte man ihm nachsagen, aber gewiss nicht Dummheit, das lag in der Familie.

 

Ich ertappte mich selbst, dass ich bei dem Gedanken daran zu lachen anfing, was auch dem Wächter nicht entging. Verächtlich schnaubend, rief er mir zu: „Was lacht ihr? Bald wird sich zeigen welcher dämonische Einfluss euch gezeichnet hat und was ihr hier wollt.“

 

Ich sah ihn an und erkannte die Angst. Die Angst vor dem Ungewissen, doch ebenso die Stärke dem entgegenzutreten. „Ich bin weder eine Gefahr für euch, noch für euer Volk solange ich dies nicht beschließe.“

 

Er brach in schallendes Gelächter aus uns spottete: „ Ihr seid hinter Gittern in einer Festung. Weder wart, noch seid ihr für irgendjemanden hier eine Gefahr.“ Lachend brach es dann aus mir heraus: „ Das sagten schon viele doch nun.....“. Die Tür des Zellentraktes ging auf und er kam heran. Ein breites Grinsen verzog mein Gesicht. „Aufschließen!“ knurrte er mit einer dunklen, doch verstellten Stimme.

Er beherrschte fürwahr die hohe Kunst der Einschüchterung. „Sollte ich ihn nicht vorher in Ketten legen, Häuptling?“ fragte der Wärter, während er mich misstrauisch beobachtete.

 

Der große Orc, der mich abholte lachte nur „ Ich werde mit ihm zur Not sicherlich auch so fertig.“ Der Wärter salutierte und schloss auf. „Mitkommen!“ sagte der Häuptling knapp und ich folgte, doch nicht ohne mich noch einmal umzudrehen. Mein Blick fiel auf Gradok und Granok, die noch immer in ihren Zellen ausharrten. „Bis gleich.“ Ich grinste den Wärter an und erkannte den verachtenden Zorn, der in ihm aufkam. So als ob er mir am liebsten den Kopf abreißen würde, was wahrscheinlich sogar stimmte.

 

Ich folgte dem Orc in respektvollem Abstand langsam durch die Gänge. Zunehmend änderte sich die Szenerie von den dreckigen Zellen hin zu einer richtigen Festungsatmosphäre. Fackeln erleuchteten die mit Fellen, Waffen und bestickten Teppichen behangenen Räume. Sie erzählten traditionell die große Geschichte seines Volkes. Zu sehen waren braune Gestalten, die einen Hügel hinab jagend, einer Herde von Tieren nachstellten. „Ein beeindruckendes Gebäude“, sagte ich.

 

Der Orc erwiderte nichts und führte mich in einen kargen kleinen Raum, der mit ein spärlichen Einrichtung aufwarten ließ. Er befahl mir mit rauer Stimme mich zu setzen. Der Order folgend, ließ ich mich mich auf dem Stuhl, der ihm gegenüber stand nieder, während ich mir die fettigen Haare aus dem Gesicht strich und ihn erstmals genauer musterte. Groß und voller Muskeln war er genau das, was ich durch Erzählungen von ihm wusste. Zwar hatte ich bis zu diesem Moment noch nie persönlich mit ihm gesprochen, doch wurde mir das Glück gewahr, ihn in der Schlacht beobachten zu können, auch wenn dies nur aus der Ferne war.

 

Sein Blick, der mich nun fokussierte, wie ein Wolf der dazu bereit war das Lamm zu reißen, ließ mich Gemeinsamkeiten zwischen uns beiden erkennen. Er stellte zwei Becher auf den Tisch und schüttete eine nicht näher definierbare Flüssigkeit hinein. „Trinkt!“, forderte er mich auf und so tat ich es auch. “ Habt ihr keine Angst, dass ich euch vergiften würde?“ Ich schmunzelte: „ Ihr seid ein echter Orc. Gift ist zu nieder für euch.“ Er sah mir in die Augen, während er sich leicht nach vorne beugte. „Und woher wollt ihr mich kennen?“

 

Ich nahm noch einen Schluck und seufzte. „ Ich kenne eure Geschichten, eure Siege und Triumphe. Aber aus einen anderen Zeit.“ Er kniff seine Augen scharf zusammen und knurrte. „ Ihr klingt wie der andere doch er hat wenigstens unsere Haut.“ Leise kam es aus mir heraus. „ Mein Kriegshäuptling!“ Er nickte. „ So nennt ihr ihn und so stellte er sich auch vor. Auch erzählte er mir von etwas anderem, dass …“ Ich unterbrach ihn. „Ich weiß was er ist. Ich weiß was er sagte und tat.“ Erneut lächelte ich den Orc vor mir an. „Ich erzähle euch gerne meine Geschichte, wenn ihr es wünscht.“ Abschätzend lehnte sich der Häuptling wieder zurück, während er die Arme verschränkte. „Verratet mir eines. Warum sollte ich euch zuhören und euch nicht einfach hier und jetzt töten?“ Ich lachte laut. „Weil ich euch kenne. Ich kenne euch besser, als ihr glaubt. So gut, dass mir vor allem euer Sohn keineswegs unbekannt ist.“ Langsam schob ich den Becher vor mir her und sah ihn direkt in die Augen. “Nun?“ Er knurrt leise und gab ein Grunzen von sich. „Sprecht und wagt es nicht mich zu langweilen.“ Ich gab ein zufriedenes Seufzen von mir. Meine Augen begannen vor Freude zu glühen. „Wie ihr wünscht.....Höllschrei!“

 

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